Schröpftherapie

 

 

Das Verfahren des Schröpfens ist bereits mehr als 5000 Jahre alt. Es war bei den Babyloniern und Ägyptern des Altertums ebenso bekannt wie bei den Ärzten der griechischen und römischen Antike. In der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts verweist der Wiener Arzt Bernhard Aschner (1883-1960) in seinem Buch „Die Krise der Medizin" wieder auf dieses alte und bewährte Therapieverfahren. Mittlerweile konnte durch eine Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen die medizinische Wirksamkeit des Verfahrens belegt werden.

Beim „trockenen Schröpfen" werden Schröpfgläser auf bestimmte Hautareale aufgesetzt und in ihnen ein Unterdruck erzeugt. Dadurch werden Haut und Unterhautgewebe in das Schröpfglas hineingesaugt. Die Durchblutung und der Lymphfluss werden dadurch stark und nachhaltig angeregt. Nach etwa 20 Minuten werden die Schröpfgläser wieder abgenommen.

Bei der „Schröpfkopfmassage" werden die Schröpfgläser in drehend-schiebender Bewegung seitlich entlang der Wirbelsäule bewegt. Es kommt zu einer verstärkten Hautdurchblutung sowie zu einer Lockerung der Muskulatur im behandelten Gebiet. In der Folge kommt es zur Anregung von Selbstheilungskräften des Körpers sowie zur psychischen Entspannung des Patienten.

Beim „blutigen Schröpfen" wird die Haut nach vorheriger Desinfektion mit einer Lanzettnadel angeritzt, so dass es zu einem geringfügigen Blutaustritt kommt. Über diesen Stellen werden dann die Schröpfgläser angesetzt. Durch den Unterdruck im Schröpfglas tritt Blut langsam ins Glas über. Das Verfahren wirkt gewebsentlastend und hat unter anderem blutverdünnende, entzündungshemmende Wirkung.

 

Indikationsgebiete dieser Therapie:

  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • HWS-, BWS-, LWS-Beschwerden
  • Mittelohrentzündung, Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Bronchitis (akute und chronische)
  • Bluthochdruck
  • Verstopfung
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Gelenkschmerzen
  • Nervenschmerzen z.B. Ischias (Ischialgie)